01.05.
Ein lieber Freund ist vorgestern angekommen. Wir machen noch die letzten Besorgungen auf dem Fischmarkt und segeln dann Richtung Bunaken. Leider finden wir keinen Ankerplatz. Auf der kleinen Insel Siladen können wir uns an eine Boje hängen. Welche Überraschung. Ein ganz liebes Resort erwartet uns.

02.05.
Wir machen zwei tolle Tauchgänge.

03.05.
Ein Versorgungsschiff bringt uns nochmals nach Manado. Endlich kann ich meinen Paß abholen.

04.05.
Wir brechen erneut in die Togeans auf. Kein Wind.

07.05.
Wir ankern vor dem Kadidiri Resort. E. überredet mich zu meinem ersten Nachttauchgang. Na ja mir ists schon ein bissl unheimlich, aber gleichzeitig auch faszinierend. Sogar schlafende Fische lassen sich berühren.

08.05.
Mit einem Schnellboot fahren wir zu der Insel Una Una für weitere zwei unglaubliche Tauchgänge.

10.05.
Wir ankern vor dem Bomba Resort.

11.05.
Zwei Tauchgänge an imposanten Steilwänden. Mit Überhängen, kleinen Höhlen. Die Wände fallen hier senkrecht auf 400 Meter Tiefe ab. Am Abend gehen wir mit einem Indonesier fischen. 3 kleine Fischerln zappeln an unserer Angelschnur. Einer davon reicht für ein gutes Mittagessen. Gewitterstimmung, Stock dunkle Nacht und wir sitzen in einem kleinen traditionellen Ausleger Boot. Einfach nur geil.

12.05.
Leider gibt es auch etwas negatives zu berichten. das Wasser hier ist so reich an Plankton und Kleinstlebewesen, dass wir beide einen furchtbaren Hautausschlag haben. Es brennt und juckt.

13.05.
Zum Abschluß besuchen wir noch das einfache aber wunderschöne Bolilanga Resort. Das kleine Inserl umgibt ein einzigartiger Korallengarten.

14.05.
Wir segeln nach Manado zurück.

15.05.
Nach einigen Tagen Funkstille erreicht uns in der Nacht wieder Telefonsignal. Leider ist auch eine traurige Nachricht dabei. Mein Papa ist gestorben.

16.05.
Ich finde einen Flug mit der Turkish Airline. Ich werde am 17.06. in der Früh in Wien landen. Ich komme noch rechzeitig zur Trauerfeier.

20.05
Meine Freunde organisieren ein Treffen um mich zu verabschieden. Danke meine Lieben. Das hat mir sehr viel bedeutet.

22.05.
Wieder zurück auf Eclipse.

24.05.
Ein Proviant Einkauf in Bitung für einen drei Wochen Törn.
Zuerst muß ich einmal 10 Minuten mit dem Dingi zum Festland tuckern. Dort wartet schon das bestellte Taxi auf mich. 30 Minuten Fahrt zur Wäscherei, wo ich vorige Woche meine Schmutzwäsche zur Reinigung abgegeben habe. Dann zum ersten großen Supermarkt. Hier bekomme ich das Eine dafür das Andere nicht. Im zweiten Supermarkt bekomme ich das Andere dafür das Eine nicht. So jetzt fahren wir noch zum Gemüse- und Fleischmarkt. Nach 3 Stunden habe ich so gut wie Alles. Wieder zurück zum Dingi. Jetzt heisst es einmal meinen Einkauf von der Straße über viele Stufen zum Wasser runterbringen. 3 mal 20 Liter Wasserflaschen. Natürlich Bier und den Rest. Alles bei sengender Hitze. Mit dem Dingi wieder zurück. Jetzt brauche ich um einiges länger, da ich voll beladen bin. Schlußendlich den ganzen Kram aufs Boot gehievt. Für den Einkauf, der bei uns zu Hause in einer halben Stunde erledigt ist, brauche ich hier fast 5 Stunden. Ich bin streichfähig.

25.05.
Anker hoch Richtung Molukus. Besser bekannt unter dem Namen die "Gewürzinseln". Was für ein Segeltag und eine Segelnacht. Schöner Wind, keine Wellen, Sternenhimmel und dann noch der Mond.

26.05.
Rezept meines Lieblingsgerichtes an Bord von Eclipse:
Sojahuhn:
Hendlhaxerln und Flügerln, Reis, Mangold oder Chinakohl, Zwiebel, Knoblauch, Karotten, Kurkuma, Chilischote, Sojasauce, Sweet Sojasauce.

Gemüse und Zwiebel grob schneiden. Hendlhaxerln leicht würzen, gut anbraten. Gemüse, Zwiebel, Knoblauch, Chilischote dazugeben. Kurz mitbraten. Mit Wasser aufgießen. Mit Soja- und Sweet Sojasauce nach Geschmack würzen. Zugedeckt 15 Minuten schmoren lassen. 10 Minuten ohne Deckel noch die Flüßigkeit einreduzieren. Reis mit 1 Teelöffel Kurkuma kochen und dazu servieren.
Viel Spaß beim Gelingen.

27.05.
Ich segel durch die Molukus. Ich habe in den letzten Tagen 2 Bücher über die Geschichte der Gewürzinseln gelesen. Einmal aus Englischer Sicht beschrieben und einmal wie es die Holländer gesehen haben. Jetzt versuche ich mich ein bischen in die damalige Zeit hinein zu versetzen. Da die Orte und Buchten genau beschrieben werden, wo sie damals ihren Handel aufgebaut haben, kann man noch Überreste der Befestigungsanlagen und zum Teil auch noch Bauwerke erahnen. Und wirklich. Immer wieder weht schwerer, süßer Duft von den Inseln zu mir herüber.
Ich bin von Vulkanen umgeben. Einer schöner wie der Andere. Ich fahre kreuz und quer zwischen den Inseln hin und her. Ich komme aus dem staunen nicht mehr heraus. Zu beeindruckend ist diese grandiose Landschaft.
Die feuchte Meeresluft staut sich an den Hängen der Vulkane. In regelmäßigen Abständen regnen sich diese Wolken mit sintflutartigen Niederschlägen ab. An jeder noch so kleinen Insel hängt eine tiefschwarze Wolke. Nur über mir scheint die Sonne. Ich bekomme nicht einen Tropfen ab. Na ja. Wenn die E...... reisen.

30.05.
Schon bei pechschwarzer Nacht steuere ich eine Inselgruppe an. Hier hat segeln wirklich noch Erforschungs Charakter. Kein Hafenhandbuch, keine Beschreibung. Langsam taste ich mich vorwärts. Den Tiefenmesser immer im Auge. Hier passt es mir. Also runter mit dem Anker. Ich möchte eine Nacht wieder durchschlafen.

31.05.
Was für eine Überraschung. Wohin ich schaue. Nur weisse Sandstrände. Kein Dorf, kein Boot. Nichts. Einsamkeit pur. Malediven nur ohne Menschen. Am Abend erreiche ich die "Hauptstadt von Raja Ampat. Ich muß mir hier ein Permit für Raja Ampat besorgen. Als ich in die tiefe Bucht einbiege, traue ich meinen Augen nicht. Ein anderer Segler ankert hier. Ein Kanadier. Es ist das erste Segelboot, dass ich sehe, seit ich von Thailand weggefahren bin.




April
Juni