03.04.
Segeln an Singapour vorbei. Obwohl ich die Strecke voriges Jahr schon gefahren bin, bleibt mir der Mund erneut offen. Ich komme aus dem Staunen nicht heraus. Der Schiffsverkehr hier ist nur schwer zu erklären. 350 Meter lange Containerschiffe, 400 Meter lange Tanker usw. usw. usw. 10 Stunden höchste Konzentration. Hier wird auf einen kleinen Segler keine Rücksicht genommen.

04.04.
Wir machen einen Tagesausflug nach Singapour.

05.04.
Nach einem Tag am Pool der Marina Sebana Cove, segeln wir am Abend weiter in die Tioman Inseln. Von einem Tankschiff übernehme ich 400 Liter Diesel.
Was für eine Schrecksekunde. Die Bilge ist bis zum Motor unter Wasser und es strömt ununterbrochen weiter Wasser ein. Schnell finde ich den Fehler. Ein Dichtungsring bei der Propeller Antriebswelle ist locker. Ich kann den Wassereinbruch stoppen und den Dichtungsring wieder an seinen Platz bringen. Jetzt muß ich mich einmal sammeln. Mir zittern die Hände. das war knapp.

06.04.
Die ganze Nacht kontrolliere ich den Dichtungsring. Aber alles ist in bester Ordnung. Zu Mittag erreichen wir das erste Inserl der Tiomans. Laut einem Bericht gehören die Tioman Inseln zu den 10 schönsten Inseln der Welt. Ja man fühlt sich wie in der Südsee. Weisse Palmenstrände. Zwischendurch sehr nette Resorts, wo wir Segler herzlichst willkommen sind. Kein übertriebener Tourismus. Man legt hier großen Wert die Natur zu erhalten. Das sieht man nicht oft in Malaysia.

10.04.
Nach einem Einkauf auf der Hauptinsel der Tiomans, segeln wir Richtung Kuching auf Borneo. 410 Seemeilen liegen vor uns. Zuerst segeln wir bei einer schöne Brise in den Vollmond, leider ändert sich die Wetterlage ab 02.00 Uhr rapide. Schwarze Wolken ziehen auf, Blitze erhellen den Nachthimmel. Wir mittendrinnen. 3 mal schlagen Blitze kanpp neben dem Boot ins Wasser. Ohrenbetäubendes, furchteinflößendes Donnerkrachen folgt. Bis zum Morgengrauen sekiert uns dieses Wetter.

14.04.
Am Vormittag fahren wir den Sarawak Fluß hinauf und legen in der Kuching Marina an. Wir sind das einzige Boot hier. Die lange Überfahrt feiern wir bei einem ausgezeichneten Spanischen restaurant. Schinken, Würste und ein gerilltes Spanferkel sind nicht wirklich ein Karfreitags Essen. Aber es schmeckt so gut.

15.04.
Wir schlendern durch Kuching. Mir gefällt diese Stadt. Der alte Kern hat nichts von seinem Charme verloren. Eine wunderschöne Uferpromenade schließt die Altstadt zum Fluß hin ab. Verkaufsstände, Gaukler, Künstler trifft man entlang dieser Promenade. In der Carpenter Street hat sich eine Ansammlung von kuriosen Kneipen angesiedelt. Mit aussergewöhnlichen Inneneinrichtungen und gemütliche Gärten, laden sie zum verweilen ein.

16.04.
Wir besuchen die Orangutans. Im strömenden Regen schauen wir begeistert auf diese besonderen Tiere.

17.04.
Mich wirft ein 810 Meter hoher Berg ab. Der Gunung Satubong auf der gleichnamigen Halbinsel. Ich schaffe die letzten 100 Höhenmeter nicht mehr. Unglaubliche Hitze und Luftfeuchtigkeit im Regenwald und ein extrem steiler, ja fast senkrechter Anstieg, lassen mich scheitern. Trotzdem ist es ein traumhafter Tag. Der Aufstieg verläuft an der Felskante entlang und gibt immer wieder wunderbare Ausblicke auf das, durch Flußläufe durchzogene, mit Mangroven und Regenwälder übrwucherte Land, frei.

18.04
Mit einem Boot lassen wir uns zum Bako Nationalpark bringen. Wir wandern zuerst einen kurzen Trail um Nasenaffen zu sehen. Und wirklich haben wir Glück. Gleich mehrere turnen vor unseren Augen in den Bäumen herum. Ganz nahe lassen sie uns an sich heran. Auf dem zweiten Trail überqueren wir die Halbinsel. Eine einzigartige Natur umgibt uns. Bis wir einen Strand auf der anderen Seite erreichen. Ein Strand mit rotem Wasser. Die Bachläufe dürften irgend ein rotes Gestein auswaschen und färben das Meer.
Nach einem Einkauf legen wir um 21.00 aus der Marina ab. Unser nächstes Ziel ist die Insel Labuan. Das einzig interessante an dieser Insel ist der Duty Free Einkauf.

22.04.
Wir sind gut in der Marina von Kota Kinabalu angekommen. 1420 Seemeilen liegen hinter uns. Das muß natürlich entsprechend in der Sunset Bar gefeiert werden.

24.04.
Mit einem Leihauto fahren wir zum Kinabalu Nationalpark. Nach einer kurzen Wanderung am Fuße des 4200 Meter hohen Mount Kinabalu setzen wir unsere Fahrt nach Sandakan auf die Ostseite von Borneo fort.

25.04.
Flußfahrt auf dem Kinabatang River. Affen, Affen und nochmals Affen. Kino könnte nicht lustiger sein.

28.04.
B fliegt nach Hause. Danke für die schönen Wochen. Du bist eine tolle Reisebegleiterin und inzwischen auch schon eine gute Seglerin.

29.04.
Ich werde einen Monat in Kota Kinabalu bleiben. Fad wird mir nicht werden. Eclipse braucht ein paar Pinselstriche. das Unterwasserschiff muß ich von Algen und Muscheln befreien und sonst werde ich sicher auch noch einige Kleinigkeiten entdecken, die repariert gehören.

30.04.
Ich habe Segler mit Klima Anlage auf ihrem Boot immer als Weicheier hingestellt. Warum segelt man in heissen Gebieten, wenn man die Temperaturen dann nicht aushält. Jetzt habe ich mir auch eine Klima Anlage gekauft. Also auch Weichei. In der Trockenzeit schiebt sich keine Wolke vor die unbarmherzige Sonne, die Eclipse bis aufs unerträgliche aufheizt. Da es auch in der Nacht nie unter 30 Grad hat, ist an ein abkühlen des Bootes nicht zu denken.





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